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Persone con disabilità, 08/07/2010 13:59
Internationales Ländertreffen der Vereine für Menschen mit Behinderung in Südtirol

Das Ländertreffen der deutschsprachigen Vereine für Menschen mit Behinderung findet heuer in Südtirol statt. Am bereits traditionellen Ländertreffen nehmen Vertreter/innen der Bundesvereinigung Lebenshilfe Deutschland, der Bundesvereinigung Lebenshilfe Österreich, der Elternvereinigung Insieme Schweiz, der Elternvereinigung APEMH Luxemburg und der Lebenshilfe Südtirol teil. Das Treffen findet vom 8. bis zum 10. Juli im Hotel Masatsch der Lebenshilfe in Oberplanitzing statt.


Auf der Tagesordnung stehen u.a. folgende Themen:

- Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung in den einzelnen Ländern (die Konvention wurde 2009 auch vom italienischen Parlament ratifiziert).

- Anreize für Unternehmen, Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung zu beschäftigen.

- Arbeit und Grundsicherung.

- Ethische Fragen der Behindertenarbeit.

Am Freitag, 9. Juli, wird um 18 Uhr im Merkantilgebäude in Bozen (Eingang Lauben) für die Gäste aus den deutschsprachigen Ländern das von der Lebenshilfe Südtirol und dem Theaterverein Theatraki produzierte Theaterstück "Spuren der Seele" aufgeführt.


Informationen zum Theaterstück "Spuren der Seele"

Die Lebenshilfe Südtirol hat zusammen mit dem Bozner Theaterverein Theatraki und dem Regisseur Antonio Viganò das Theaterstück Spuren der Seele mit großem Erfolg auf die Bühne gebracht.

Zwischen 1939 und 1945 ermordeten die Nazis in ihrem Rassenwahn 100.000 Menschen mit körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen. Spuren der Seele zeichnet den abgründigen Weg von Wissenschaftlern, Psychiatern, Politikern in die Eugenik und die Euthanasie von so genanntem nicht lebenswertem Leben nach.

Spuren der Seele greift dieses Thema nicht nur deshalb auf, um dem Vergessen entgegen zu wirken, sondern weil gerade heute Eugenik und Euthanasie machtvoll unter neuen Vorzeichen in die öffentliche Debatte drängen. Die Schauspieler mit (kognitiven) Beeinträchtigungen gehören zu jener Gruppe von Menschen, die vor 70 Jahren als lebensunwert erklärt wurden. Sie stellen sich den Herausforderungen der Theaterkunst jenseits von Mitleidsgesten als Profis dem Urteil des Publikums.

Info: Tel. 0471 062525, www.lebenshilfe.it



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