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Sozialgespräche 2010: Josef Stricker über soziale Verantwortung und Mitgestaltung
Vor zwei Tagen, am Dienstag, 6.Juli 2010 fand in Brixen die dritte Runde der Sozialgespräche 2010 statt, zu der Landesrat Richard Theiner eingeladen hatte. Sepp Stricker hielt ein zum Dialog anregendes Impulsreferat zum Thema "Soziale Verantwortung-Soziale Mitgestaltung-Sozial(e) Partnerschaft". Er bezeichnete das 20 Jahrhundert als das sozialdemokratische Jahrhundert, während die derzeitige Epoche als ein Zeitalter der chronischen Unsicherheit definiert werden kann.
Sieben Thesen, waren der rote Faden des Vortrages:
1. Das neoliberale Credo fixiert auf Privat, Deregulierung, Diskreditierung des Öffentlichen hat sich geistig erschöpft.
2. Die Gerechtigkeitswahrnehmung in der Bevölkerung ist gestiegen.
3. Die Balance der sozialen Marktwirtschaft gilt nach wie vor. Verantwortung für das Ganze, Mitgestaltung, Konzertierung sind die Grundregeln.
4. Die ethische Verwilderung oben und unten sind die großen Gegner von Verantwortung, Mitgestaltung, Sozialer Partnerschaft.
5. Sozialpolitik darf nicht verwechselt werden mit Erfüllung von allerlei Ansprüchen: moderne Sozialpolitik ist Schutz der Bürger/innen vor den Grundrisiken des Lebens und Hilfestellung in kritischen Lebenslagen.
6. Soziale Mitgestaltung sind rationale/vernünftige Steuerungsformen der Gesellschaft, deren Aufgabe es ist durch politischen Tausch Konsenslösungen auszuhandeln.
7. Südtirol braucht eine Koalition der am Gemeinwohl Orientierten.
Die Resultate der Dialogrunde werden in den kommenden Wochen auf der Webseite www.provinz.bz.it/sozialwesen nachlesbar sein.


